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TOTAL-BLAMAGE VERHINDERT

Das gestrige Spiel des EHC Oltens gegen die Zug Academy war geprägt von einem Auf und Ab der Oltner-Mannschaft. Die verletzungsbedingten Ausfälle von acht Stammspielern, neu auch Bucher, waren mehr als sichtbar. Bedingt durch die harte Gangart der Gäste mussten während des Spiels auch noch der Topskorer Vesce sowie Hirt die Segel streichen. Mit Olten hat der Glücklichere, nach guten und schlechten Phasen, das Spiel in der Overtime gewonnen.

Die Gäste aus Zug starteten vehement ins Spiel und tauchten schon zu Beginn einige Male nicht ungefährlich vor dem Oltner Tor auf. Beflügelt durch die vielen Tormöglichkeiten haben die Gäste  Lunte gerochen und konnten so in der 13. Minute, bei Ausschluss Rouiller, durch Zehnder mit 1:0 in Führung gehen. Die doppelte Führung der Zuger, nur 76 Sekunden später, durch Rondahl, zum 2:0, war fast zu erwarten. In der Folge mussten die Einheimischen aufpassen, nicht noch weiter in Rückstand zu kommen.

Das Mitteldrittel war noch keine drei Minuten alt, als Lust dann den Rückstand der Oltner doch noch auf drei Tore ausdehnen konnte. Die ersten Zuschauer verliessen das Stadion. Nach einer Schlägerei in der 26. Minute wurden durch die Spielleiter diverse Strafen ausgesprochen, wobei sich der Zuger Oehen eine Spieldauerdisziplinarstrafe einhandelte. In den darauffolgenden vier Minuten, mit 4 gegen 4 Spielern, hatten die Gäste mit 4:0 Torschüssen klar die Oberhand. Man musste sich spätestens dann Fragen: Wer ist denn hier das Farmteam? Zu diesem Zeitpunkt waren die verletzungsbedingten Absenzen einiger Gästespieler offensichlich. Doch wie aus heiterem Himmel, in der 33 Minute durch Rouiller, kamen die Einheimischen zu ihrem ersten Tor. Das zweite Tor, gut eine Minute später durch Stapleton, brachte dann auch das Publikum zwischenzeitlich wieder zum Feiern.

Der letzte Spielabschnitt darf als die spannenste Periode bezeichnet werden. In der 46. Minute kamen die Gäste wieder zu einem Zweitore-Vorsprung und führten zu diesem Zeitpunkt wieder mit 4:2, was ein Erfolg der Einheimischen wieder in die Ferne schweifen liess. Doch nach beidseitigen Strafen, die die Oltner besser verdauten, hat Wyss, Olten, 5.14 Minuten vor Schluss, wieder auf ein Tor Differenz herangebracht. Das Time Out der Oltner, 90 Sekunden vor der Sirene, brachte zuerst nicht den erhofften Erfolg. Nachdem Rytz, 39 Sekunden vor Schluss das Gehäuse verlassen konnte, schoss Stapleton, 2.7 Sekunden vor dem Ende das für die Overtime berechtigte Tor zum 4:4.

In der Verlängerung behielten die Einheimischen mehrheitlich die Oberhand, was dann nach 3 Minuten und 33 Sekunden, durch Schneuwly, zum viel umjubelten, nicht mehr zu erwartendem Sieg der Einheimischen führte.

EHC Olten – Zug Academy 5:4 (0:2, 2:1, 2:1, 1:0) n.V.

Kleinholz. – 2873 Zuschauer. – SR: Boverio/Erard (Schlegel, Vermeille). – Tore: 13. Zehnder (Rondahl/Ausschluss Rouiller) 0:1; 15. Rondahl (Arnold) 0:2; 23. Lust (Öjdemark, Oehen) 0:3; 33. Rouiller (Schneuwly, Fröhlicher) 1:3; 34. Stapleton (Vodoz) 2:3; 46. Öjdemark (Döpfner) 2:4; 55. Huber (Wyss) 3:4; 60. (59:57) Stapleton (Schneuwly, Vodoz; Olten mit sechs Feldspielern) 4:4; 64. Schneuwly (Huber) 5:4. – Strafen: 7-mal 2 Minuten gegen Olten. 6-mal 2 Minuten plus 5 Minuten plus Spieldauer-Disziplinarstrafe (Oehen) gegen Zug.

GLÜCKLICHER SIEG IN DER OVERTIME

Nach der Startoffensive der Eulachstädter konnten die Oltner im Powerplay bereits zu Beginn der 5. Spielminute die  erstmalige Führung heraus spielen. Nach erhöhtem Druck der Gäste, in der zweiten Hälfte des Drittels, kamen die Einheimschen in der 15. Minute etwas überraschend zu ihrem 2. Tor. Der Winterthurer-Anschlusstreffer lies aber nicht lange auf sich warten. Zwei Minuten später fiel das 2 zu 1.

Zu Beginn des 2. Spielabschnitts konnten die Gäste verdient ausgleichen. Diese kamen auch immer besser ins Spiel, waren doch die Anzahl Torschüsse beider Mannschaften ausgeglichen. Trotzdem konnten die Oltner in der 25.Minute mit einem Weitschuss von Bucher wieder in Führung gehen. Nach dem abermaligen Ausgleich der Winterthurer, konnten die Einheimischen, durch Ulmer, die abermalige Führung für sich beanspruchen.

Es schien, als wollten die Gäste den Sieg mehr als die Oltner. Nach Ausgleich der Gäste in der 54. Minute war der Ausgang der Begegnung mehr als offen.

In der Verlängerung brachten die Einheimischen jedoch mehr Druck auf das Eis und konnten durch den frisch eingewechselten Barbero die 2 Siegespunkte doch noch ins Trockene bringen.

EHC Olten – EHC Winterthur 5:4 (2:1, 2:2, 0:1, 1:0)

Infolge der Verletzten wurde von Servette, Nicolas Leonelli ausgeliehen.

2978 Zuschauer. – SR Oggier / Wirth. – Tore: 5. Grieder (Stapleton / Truttmann / Aussluss Staiger) 1:0; 15. Vesco (Bucher) 2:0; 17. Staiger (Ausschluss Truttmann) 2:1; 21. Wieser (Ranov) 2:2; 25. Bucher (Wyss / Ausschluss Bozon) 3:2; 31. Wichser 3:3; 36. Ulmer (Hirt / Mäder) 4:3; 54. Zagrapan (Leu / Wichser / Ausschluss Leonelli) 4:4; 64. Barbero (Stapleton / Vesce) 5:4. – Strafen: Olten 6 x 2 Minuten / Winterthur 3 x 2 Minuten; Time Out: Winterthur 4 Minuten vor Schluss.

HIGHLIGHT ZUM SAISONSTART

Den Oltner Powermäusen glückt der Saisonstart. Gestern, Mittwoch, startete der EHC Olten in die neue Saison der Swiss League (ehemals NLB). Gleich zu Beginn war viel Brisanz in Spiel. Voller Erwartung und guter Stimmung erwarteten beide Fanlager das erste Derby der neuen Saison. Zu Gast waren die Langenthaler aus dem Oberaargau. Die Einheimischen entschieden das Spiel 3 zu 1 zu ihren Gunsten.

Beide Mannschaften haben sich für die neue Saison viel vorgenommen. Im ersten Drittel führten die Oltner die feinere Kelle. Bedingt durch unnötige Strafen brachte dies aber nichts zählbares hervor. In der ersten Pause stand es 0 zu 0. Zu Beginn des zweiten Drittels entfachten die Oberaargauer ein kleines Feuerwerk. Durch strafbedingte Abwesenheit von Ulmer wurde der Torwart der Dreitannenstädter etliche Male geprüft. In der 25. Minute war es aber Huber, welcher die Oltner in Führung schoss. In der 40. Minute traf Kelly zum 1 zu 1. Nach erneuter Führung der Oltner in der 50. Minute agierten die Gäste ab der zweitletzten Minute mit sechs Feldspielern. Dadurch stand das Tor der Powermäuse unter Dauerbeschuss. In der 60 Minute ermöglichte ein kapitaler Fehler der Langenthaler Huber, den Puck zum entscheidenden 3 zu 1 im leerstehende Gästetor zu versenken.

EHC Olten – SC Langenthal 3:1 (0:0, 1:1, 2:0)

Kleinholz – Zuschauer: 5016.

Tore: 25. Huber (Wyss, Schneuwly) 1:0, 40. Kelly (Campbell) 1:1, 50. Horansky (Mäder) 2:1, 60. Huber (Wyss) 3:1.

Time-Outs: Langenthal, 58. / Olten, 59.

Strafen: Olten 6 x 2 Minuten / Langenthal 5 x 2 Minuten.