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OLTEN IN RÜCKLAGE

Alles aus und vorbei oder gibt es noch einmal ein Aufbäumen der Powermäuse? In der Serie liegen sie nun 1 zu 3 zurück. Dies wäre der Beginn dieses Textes gewesen, wenn er vor dem Freitagsspiel publiziert worden wäre. Nun wissen wir, dass der EHC Olten die Finalserie gegen die Rapperswil Jona Lakers mit 1 zu 4 verloren haben. Nichts desto trotz, wer hätte dies vor ein paar Wochen respektive Monaten erwartet. Olten hat gekämpft, gebibbert und gefeiert. Eine ganze Region stand Kopf. Radio Smash berichtete jeweils von den Heimspielen der Powermäuse. So wollen wir es nicht lassen, euch noch eine Zusammenfassung zum Spiel von letztem Mittwoch zu liefern.

Nach Krankheit gab Martin Ulmer bei den Oltnern sein Debüt in der ersten Linie. Dafür fiel Marco Truttmann nach einer erneuten Verletzung aus.

Für einmal kassierten die Powermäuse in diesen laufenden Finalspielen der Playoffs weniger Strafminuten als der Gegner aus Rapperswil. Zu Beginn der Begegnung waren die Oltner optisch die offensivere Mannschaft, konnten aber trotz vielen Chancen, nichts Zählbares daraus machen. Das Führungstor der Rapperswiler in der 15 Minute, nach Abpraller von Mischler, durch Ness, auf Zuspiel von Mason und Hügli, entsprach überhaupt nicht dem bisherigen Spielverlauf. Sichtlich geschockt, zeigte sich dann der einheimische Anhang, nach einer weiteren Unaufmerksamkeit in der Oltner Verteidigung, die dem Gast, 77 Sekunden später, durch Lindemann, auf Zuspiel von Schmuckli und Iglesias, die 0 zu 2 Führung brachte.

«Alle wollten aber konnten nicht», das war die Devise der Dreitannenstädter, im zweiten Drittel. Die Freude der Einheimischen war von kurzer Dauer, als die Schiedsrichter in der 37. Minute, ein vermeintliches Tor der Oltner, infolge hohem Stock von Chiriaev, zu Recht aberkannte. Auch das Powerplay, bei drei Strafen gegen Rapperswil, konnte nicht in Tore umgemünzt werden.

Auch im Schlussdrittel fanden die Oltner beim Gästetorhüter Nyffeler, gleich mehrmals ihren  Meister. 2:35 Minuten vor Ende des Drittels, verliess Mischler sein Tor, zugunsten eines sechsten Feldspielers. Der alles entscheidende Treffer für die Gäste vom Zürichsee, wurde durch Morin, auf Zuspiel von Hüsler und Berger, ins verlassene Oltner Tor befördert.

Diesmal betrug das Torschuss-Verhältnis, 31 zu 24 zugunsten der Oltner. Offensichtlich hatten die Lakers, als effizientere Mannschaft, den Sieg, mit 3 zu 0, für sich verbuchen können.

Olten – Rapperswil-Jona Lakers 0:3 (0:2, 0:0, 0:1)

5756 Zuschauer. – SR Dipietro/Mollard, Altmann/Stuber. – Tore: 15. Ness (Mason, Hügli/Ausschluss Haas) 0:1; 17. Lindemann (Schmuckli, Iglesias) 0:2; 58. Morin (Hüsler, Berger) 0:3 (ins leere Tor). – Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Olten, 4mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers.

 

ALLES WIEDER OFFEN

 

Nach der umstrittenen Defensivleistung in Rapperswil vom letzten Donnerstag, war durch die Powermäuse, im ersten Heimspiel der Finalrunde, eine Rehabilitation fällig. Dass die Grundlage dazu, bereits in der ersten Spielminute, durch eine bravoureuse Einzelleistung von Devin Muller, zur 1 zu 0 Führung, gelegt wird, hätte du dieser Zeit wohl niemand gedacht. In den Minuten 7 und 8 des Startdrittel, hatten die Oltner die besten Möglichkeiten, um mit zwei Toren in Front zu gehen. Ein top Big-Save, nach 11 Minuten, durch Mischler, bei Ausschluss Bucher, zerstörte die Träume der Gäste, das Spiel vor der Pause, zum 1 zu 1 auszugleichen.

Das Mitteldrittel war geprägt durch einige Strafen, vor allem gegen die Oltner. Die Unparteiischen trugen mit Ihren Entscheiden nicht unbedingt zur Eindämmung der Nervosität, auf und auch neben dem Eis, bei. Die fünfminütige Strafe gegen Grieder, für Stockstich, verteilte sich zum Glück auf Drittel 2 und 3. Mit einer super Defensivleistung konnte die Führung, bis zum Ende dieser Strafe, im Schlussdrittel, verteidigt werden.

Die letzten zwei Minuten der Begegnung spielten die Lakers, anstelle des Torhüters, mit sechs Feldspielern. Der Druck von ihnen wurde schon vorher zunehmend grösser und Matthias Mischler stand vermehrt im Mittelpunkt des Geschehens, was im zurecht auch den Titel des Bestplayers einbrachte.

Der Grundstein dieses 1 zu 0 Erfolges, zum 1 zu 1 Ausgleich in den Spielen, wurde durch eine ausgezeichnete Abwehrleistung, mit Hilfe des wiederum überragenden Torhüters, Matthias Mischler, gelegt. Eine Wiederholung im Spiel 3, am Ostermontag in Rapperswil, ist gewünscht.

Olten – Rapperswil-Jona Lakers 1:0 (1:0, 0:0, 0:0)

6270 Zuschauer (Saisonrekord/ausverkauft). – SR Dipietro/Mollard, Duarte/Stuber. – Tore: 1. (0:55) Muller 1:0. – Strafen: je 5mal zwei Minuten plus 5 Minuten (Grieder) plus Spieldauer (Grieder) gegen Olten. – PostFinance-Topskorer: Haas; Aulin.

DER EHCO SCHNUPPERT AM FINALEINZUG

Endlich – nach 7:24 Minuten in der zweiten Verlängerung, wurden die Oltner Fans, durch Evgeni Chiriaev, auf Zuspiel von Silvan Wyss und Lukas Haas, erlöst. Dadurch führen die Oltner in den Begegnungen mit 3 zu 1 und am nächsten Freitag kommt es in Langenthal zum “Matchball” für die Powermäuse.

Das Startdrittel war sehr ausgeglichen. Das zeigt auch die Torbilanz von 13 zu 13 Schüssen. Trotzdem konnten die Einheimischen in der 19. Spielminute die 1 zu 0 Führung, durch Stefan Mäder, auf Zuspiel von Stanislav Horansky und Martin Ulmer, bewerkstelligen.

Im Mitteldrittel schienen dann die Felle den Oltnern davon zu schwimmen, konnten die Oberaargauer doch die Partie in der 24. Minute, durch Karlson und in der 36. Minute, durch Dal Pian, zum 2 zu 1, zu ihren Gunsten drehen. Die Gäste waren in diesem Drittel auch die effizientere Mannschaft.

Das Schlussdrittel lief zunehmend, spätestens nach der Strafe gegen Fröhlicher, für die Dreitannenstädter, was den Langenthaler Coach, 8:26 Minuten vor Schluss der regulären Spielzeit, zum Timeout veranlasste. Ab dann wurden aber die Oltner zunehmend stärker und glichen die Begegnung 4:35 Minuten vor Ende mit einem Bogenschuss, durch diverse Beine, durch Luca Zanatta auf Zuspiel von Stanislav Horansky, zur Freude der einheimischen Zuschauer, aus.

In der anstehenden Verlängerung taten die Einheimischen einiges mehr für die Entscheidung zu ihren Gunsten. Das zeigt auch die Schussbilanz von 10 zu 5, zu Gunsten der Oltner.

Die zweite Overtime war dann wieder etwas ausgeglichener, führte aber schlussendlich zum viel umjubelten Sieg der Powermäuse, in der 88. Minute, der längsten Spielzeit, seit Bestand des neuen Modus.

Olten – Langenthal 3:2 (1:0, 0:2, 1:0, 0:0, 1:0) n.V.

Kleinholz. – 5526 Zuschauer. – SR DiPietro/Erard (Wermeille/Wolf). – Tore: 19. Mäder (Horansky, Ulmer) 1:0; 24. Karlsson (Kelly) 1:1; 32. DalPian (Kelly) 1:2; 55. Zanatta (Horansky, Ihnacak) 2:2; 88. Schirjajew (Wyss, Haas) 3:2. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Olten. 2-mal 2 Minuten gegen Langenthal.