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DAS GLÜCK NICHT AUF OLTENS SEITE

Beim zweiten Playoff-Halbfinal-Spiel stand das Glück den Langenthalern bei. Diesmal sicherten sie in einem hart umkämpften Spiel, in der 5. Minute der Verlängerung, durch einen satten Schuss von Tschannen, den Sieg.

Nach anfänglicher starken Offensive der Oltner übernahmen die Gäste aus dem Oberaargau das Diktat und konnten in der 7. Minute, durch Dünner, bereits die erstmalige Führung bewerkstelligen. Die Powermäuse überstanden das nachfolgende Feuerwerk nur mit viel Glück und einem  überragenden Mischler im Tor. Ihrerseits hatten die Einheimischen in der 11. Minute zwei Topchancen ausgelassen. Glück für die Langenthaler, zwei Minuten und 15 Sekunden vor der ersten Pause, dass der vermeintliche Ausgleich der Oltner, durch Jay MCClement, dank der nicht geandeten «Pfostenbearbeitung», durch Torhüter Mathys mit der Achsel, durch die Unparteiischen annuliert wurde.

Das etwas überraschend gefallene Tor, in der 26. Minute des 2. Drittels, durch Rüegsegger, brachte den Gästen bereits die doppelte Führung. Doch Martin Ulmer, mit seinem Anschlusstreffer in der 32. Minute, konnte die Gesichter der zahlreich erschienenen Oltner Fans, wieder aufheitern. Der Ausgleich durch Simon Lüthi,  2 Minuten später, brachte der Oltner Mannschaft, eine Standing Ovation. Trotz den anschliessend besten Momenten der Powermäuse in der Schlussphase des Mitteldrittels, konnte man nicht vorentscheidend in Führung gehen.

Das letzte Drittel entwickelte sich zu einem Abnützungskampf. Beide Mannschaften waren darauf bedacht, nicht unnötig in Rückstand zu geraten.

In der notwendigen Verlängerung war der Wille und das Glück eindeutig bei den Gästen. Bei ihrem Siegestreffer, aus der eigenen Verteidigung, standen die Oltner eindeutig, viel zu weit weg von ihren Kontrahenten.

In den Halbfinalspielen, zwischen Langenthal und Olten, ist nach dem 1 zu 1 Ausgleich, der weitere Verlauf völlig offen und auf weitere spannende Begegnungen darf gehofft werden.

Olten – Langenthal 2:3 n.V. (0:1, 2:1, 0:0, 0:1)

6117 Zuschauer. – SR Oggier/Prugger, Kehrli/Rebetez. – Tore: 7. Dünner (Füglister, Kummer) 0:1; 26. Rüegsegger (Dal Pian) 0:2; 32. Ulmer (Muller) 1:2; 34. Lüthi (Muller, Schirjajew) 2:2; 65. (64:05) Tschannen (Kummer) 2:3. – Strafen: 3-mal 2 plus 10 Minuten (Mäder) gegen Olten, 2-mal 2 Minuten gegen Langenthal.

ZUERST TOP – DANN WIEDER FLOP

Letzten Freitag wurden die Powermäuse ihrem Namen wieder einmal gerecht. 12 zu 6 Schüsse aufs Tor des Gegners: Die Oltner machten Druck. Einzig die Tore wollten nicht – noch nicht – fallen. In der 31. Spielminute kam dann das, was bei diesem aufsässigen und druckvollen Spiel der Oltner kommen musste. Remo Hirt konnte auf Zuspiel von Geburtstagskind Jay McClement und Silvan Wyss endlich das lang erwartende Tor zur 1 zu 0 Führung bewerkstelligen. Stanislav Horansky, auf Zuspiel von Stefan Mäder und Devin Muller, waren fünf Minuten später, für das 2 zu 0 verantwortlich. Die Gäste aus der Ostschweiz hatten im Mitteldrittel, vor allem mittels einiger Konter, ihre besten Möglichkeiten, die aber durch ein gut disponierter Matthias Mischler, im Tor der Einheimischen, alle zu Nichte gemacht wurden.

Ein Doppelschlag, in der 50. Minute des Schlussdrittels, der wieder zunehmend powernden Powermäuse, zum 4 zu 0, durch Evgeni Chiriaev und Anthony Rouiller, liessen keine Zweifel mehr über den Ausgang des Spiels zu. Etwas Resultatkosmetik lies der spätere Sieger Olten, den Gästen mit dem Tor zum 4 zu 1, durch Jaedon Descheneau, zum Schluss (Minute 55) doch noch zu.

Ein so engagiertes Spiel der Powermäuse haben wir im Kleinholz schon lange nicht mehr gesehen. Es passte wirklich alles zusammen.

Olten – Thurgau 4:1 (0:0, 2:0, 2:1)
5011 Zuschauer. – SR Erard/Potocan, Gurtner/Wermeille. – Tore: 31. Hirt (McClement, Wyss) 1:0; 36. Horansky (Mäder) 2:0; 50. Schirjajew (Haas, Lüthi) 3:0; 50. Rouiller 4:0; 50. Descheneau (Spiller) 4:1. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Olten, 3-mal 2 Minuten gegen Thurgau.

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Auch sonntags dachten alle, dass das Spiel nach dem 2 zu 5 für die Oltner beim HC Thurgau entschieden sei. War es ja schliesslich bereits die 52. Minute, als Sharp zum Dreitorevorsprung einnetzte. Was danach passierte, können sich die Spieler wohl selber nicht erklären. Innerhalb von 85 Sekunden glichen die Thurgauer zum 5 zu 5 aus und gewannen das vierte Spiel dieser Playoff-Runde in der Verlängerung.

Thurgau – Olten 6:5 (0:1, 2:1, 3:3, 1:0) n.V.
Weinfelden. – 1684 Zuschauer. – SR Erard/Wirth, Wermeille, Wolf. – Tore: 12. Bucher (Haas, Wyss) 0:1; 21. Descheneau (Andersons) 1:1; 22. Haas (Wyss) 1:2; 40. Arnold (Neher) 2:2; 42. Wyss (Haas, Schirjajew) 2:3; 49. Mäder (Rexha, Muller) 2:4; 52. Sharp (Ulmer, Rouiller) 2:5; 57. Spiller (Descheneau, Braes) 3:5; 58. Parati 4:5; 58. Spiller (Descheneau) 5:5; 69. Arnold (Loosli) 6:5. – Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Thurgau, 5-mal 2 Minuten gegen Olten.

HEIMVORTEIL WIEDER IN OLTEN – DER EHCO GEWINNT BEIM HC THURGAU

Nachdem verlorenen Heimspiel am Sonntag, gewannen die Powermäuse gestern das zweite Playoffspiel in Weinfelden. Somit ist wieder alles ausgeglichen und der Heimvorteil liegt wieder bei den Oltnern. Nachfolgend die wichtigstens Fakten zum Spiel vom 25. Februar in Olten.

Vor Spielbeginn im heimischen Kleinholz überreichte der Oltner Topskorer, Martin Ulmer, den vom ihm erspielte Betrag über 6600 Franken, in Form eines Checks, an die Nachwuchsabteilung des EHC Olten.

Der Auftritt der Powermäuse im 1. Drittel liess nicht im Geringsten erahnen, dass das Ganze, spätestens ab Spielhälfte, zu einem Kampf gegen die Niederlage, gegen ein immer besser aufspielendes Thurgau, werden sollte. Völlig verändert, im Gegensatz zu den letzten Partien in der Qualifikation, haben die Einheimischen das Zepter in die Hand genommen und gingen, auch verdient, in der 17. Minute, durch Fröhlicher, auf Pass von Zanatta und Chiriaev 1:0 in Führung. Als Schiedsrichter Erard, Remo Hirt, unberechtigterweise für eine weitere Strafe anzählte, gelang den Gästen in Ueberzahl, völlig überraschend, durch Andersons, der Ausgleich zum 1:1. Das dies dann schon so etwas wie das Gamewinning-Goal für die Gäste bedeutete, hat sicher kein Oltner im Stadion geglaubt.

Ab dem 2. Drittel kam ein anderer EHCO auf’s Eis. Warum- wissen die Götter. Die schnörkellos und geradlinig anstürmenden Gästespieler, konnten in der 25. und 31. Minute, durch Neher und den Topskorer Descheneau, bereits 3:1 in Führung gehen. Olten spielte viel zu umständlich, um noch etwas Zählbares zu kreiren. Das Schlussdrittel glich mehrheitlich dem Mitteldrittel. Nach 50 Spielminuten erzielte Arnold die 4:1 Führung für die Thurgauer. Ab dann glaubte niemand mehr an einen Sieg der zunehmend schwächer spielenden Powermäuse. Die Strafenflut, nach einer Schlägerei in der 56 Minute, brachte nochmals Stimmung in die Halle. Für Resultatkosmetik zu Gunsten der Oltner, zum 2:4 Schlussresultat, sorgte in der letzten Spielminute noch McClement, auf Pass von Ihnacak und Muller.

Olten – Thurgau 2:4 (1:1, 0:2, 1:1)

4837 Zuschauer. – SR Erard/Wirth, Wermeille/Wolf.

Tore: 17. Fröhlicher (Zanatta, Schirjajew) 1:0; 19. (18:38) Andersons (Seiler, Neher) 1:1; 25. Neher (Spiller) 1:2; 31. Descheneau (Andersons) 1:3; 51. Arnold (Parati, Seiler) 1:4; 60. (59:18) McClement (Ihnacak, Muller/Ausschlüsse Brunner, Spiller) 2:4.


Thurgau – Olten 4:6 (3:1, 1:4, 0:1)
Güttingersreuti, Weinfelden. – 1390 Zuschauer. – SR: Potocan/Wirth (Schüpbach/Wolf). – Tore: 12. Moser (Bahar) 1:0; 17. Parati (Brunner) 2:0; 18. Ulmer (Sharp) 2:1; 20. (19:49) Braes (Neher; Ausschluss Bagnoud) 3:1; 21. (20:21) Sharp (Grieder, Rouiller) 3:2; 22. Bagnoud (Aeschlimann) 3:3; 23. Braes (Descheneau, Andersons) 4:3; 26. Ulmer (Horansky) 4:4; 28. Haas (Wyss; Ausschluss Zanzi) 4:5; 44. Wyss (Haas, Schirjajew; Ausschlüsse Descheneau, Andersons) 4:6. – Strafen: 4-mal 2 plus 5 Minuten plus Spieldauer-Disziplinarstrafe (Andersons) gegen Thurgau. 5-mal 2 Minuten gegen Olten.