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DER EHCO SCHNUPPERT AM FINALEINZUG

Endlich – nach 7:24 Minuten in der zweiten Verlängerung, wurden die Oltner Fans, durch Evgeni Chiriaev, auf Zuspiel von Silvan Wyss und Lukas Haas, erlöst. Dadurch führen die Oltner in den Begegnungen mit 3 zu 1 und am nächsten Freitag kommt es in Langenthal zum “Matchball” für die Powermäuse.

Das Startdrittel war sehr ausgeglichen. Das zeigt auch die Torbilanz von 13 zu 13 Schüssen. Trotzdem konnten die Einheimischen in der 19. Spielminute die 1 zu 0 Führung, durch Stefan Mäder, auf Zuspiel von Stanislav Horansky und Martin Ulmer, bewerkstelligen.

Im Mitteldrittel schienen dann die Felle den Oltnern davon zu schwimmen, konnten die Oberaargauer doch die Partie in der 24. Minute, durch Karlson und in der 36. Minute, durch Dal Pian, zum 2 zu 1, zu ihren Gunsten drehen. Die Gäste waren in diesem Drittel auch die effizientere Mannschaft.

Das Schlussdrittel lief zunehmend, spätestens nach der Strafe gegen Fröhlicher, für die Dreitannenstädter, was den Langenthaler Coach, 8:26 Minuten vor Schluss der regulären Spielzeit, zum Timeout veranlasste. Ab dann wurden aber die Oltner zunehmend stärker und glichen die Begegnung 4:35 Minuten vor Ende mit einem Bogenschuss, durch diverse Beine, durch Luca Zanatta auf Zuspiel von Stanislav Horansky, zur Freude der einheimischen Zuschauer, aus.

In der anstehenden Verlängerung taten die Einheimischen einiges mehr für die Entscheidung zu ihren Gunsten. Das zeigt auch die Schussbilanz von 10 zu 5, zu Gunsten der Oltner.

Die zweite Overtime war dann wieder etwas ausgeglichener, führte aber schlussendlich zum viel umjubelten Sieg der Powermäuse, in der 88. Minute, der längsten Spielzeit, seit Bestand des neuen Modus.

Olten – Langenthal 3:2 (1:0, 0:2, 1:0, 0:0, 1:0) n.V.

Kleinholz. – 5526 Zuschauer. – SR DiPietro/Erard (Wermeille/Wolf). – Tore: 19. Mäder (Horansky, Ulmer) 1:0; 24. Karlsson (Kelly) 1:1; 32. DalPian (Kelly) 1:2; 55. Zanatta (Horansky, Ihnacak) 2:2; 88. Schirjajew (Wyss, Haas) 3:2. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Olten. 2-mal 2 Minuten gegen Langenthal.

DAS GLÜCK NICHT AUF OLTENS SEITE

Beim zweiten Playoff-Halbfinal-Spiel stand das Glück den Langenthalern bei. Diesmal sicherten sie in einem hart umkämpften Spiel, in der 5. Minute der Verlängerung, durch einen satten Schuss von Tschannen, den Sieg.

Nach anfänglicher starken Offensive der Oltner übernahmen die Gäste aus dem Oberaargau das Diktat und konnten in der 7. Minute, durch Dünner, bereits die erstmalige Führung bewerkstelligen. Die Powermäuse überstanden das nachfolgende Feuerwerk nur mit viel Glück und einem  überragenden Mischler im Tor. Ihrerseits hatten die Einheimischen in der 11. Minute zwei Topchancen ausgelassen. Glück für die Langenthaler, zwei Minuten und 15 Sekunden vor der ersten Pause, dass der vermeintliche Ausgleich der Oltner, durch Jay MCClement, dank der nicht geandeten «Pfostenbearbeitung», durch Torhüter Mathys mit der Achsel, durch die Unparteiischen annuliert wurde.

Das etwas überraschend gefallene Tor, in der 26. Minute des 2. Drittels, durch Rüegsegger, brachte den Gästen bereits die doppelte Führung. Doch Martin Ulmer, mit seinem Anschlusstreffer in der 32. Minute, konnte die Gesichter der zahlreich erschienenen Oltner Fans, wieder aufheitern. Der Ausgleich durch Simon Lüthi,  2 Minuten später, brachte der Oltner Mannschaft, eine Standing Ovation. Trotz den anschliessend besten Momenten der Powermäuse in der Schlussphase des Mitteldrittels, konnte man nicht vorentscheidend in Führung gehen.

Das letzte Drittel entwickelte sich zu einem Abnützungskampf. Beide Mannschaften waren darauf bedacht, nicht unnötig in Rückstand zu geraten.

In der notwendigen Verlängerung war der Wille und das Glück eindeutig bei den Gästen. Bei ihrem Siegestreffer, aus der eigenen Verteidigung, standen die Oltner eindeutig, viel zu weit weg von ihren Kontrahenten.

In den Halbfinalspielen, zwischen Langenthal und Olten, ist nach dem 1 zu 1 Ausgleich, der weitere Verlauf völlig offen und auf weitere spannende Begegnungen darf gehofft werden.

Olten – Langenthal 2:3 n.V. (0:1, 2:1, 0:0, 0:1)

6117 Zuschauer. – SR Oggier/Prugger, Kehrli/Rebetez. – Tore: 7. Dünner (Füglister, Kummer) 0:1; 26. Rüegsegger (Dal Pian) 0:2; 32. Ulmer (Muller) 1:2; 34. Lüthi (Muller, Schirjajew) 2:2; 65. (64:05) Tschannen (Kummer) 2:3. – Strafen: 3-mal 2 plus 10 Minuten (Mäder) gegen Olten, 2-mal 2 Minuten gegen Langenthal.

HEIMVORTEIL WIEDER IN OLTEN – DER EHCO GEWINNT BEIM HC THURGAU

Nachdem verlorenen Heimspiel am Sonntag, gewannen die Powermäuse gestern das zweite Playoffspiel in Weinfelden. Somit ist wieder alles ausgeglichen und der Heimvorteil liegt wieder bei den Oltnern. Nachfolgend die wichtigstens Fakten zum Spiel vom 25. Februar in Olten.

Vor Spielbeginn im heimischen Kleinholz überreichte der Oltner Topskorer, Martin Ulmer, den vom ihm erspielte Betrag über 6600 Franken, in Form eines Checks, an die Nachwuchsabteilung des EHC Olten.

Der Auftritt der Powermäuse im 1. Drittel liess nicht im Geringsten erahnen, dass das Ganze, spätestens ab Spielhälfte, zu einem Kampf gegen die Niederlage, gegen ein immer besser aufspielendes Thurgau, werden sollte. Völlig verändert, im Gegensatz zu den letzten Partien in der Qualifikation, haben die Einheimischen das Zepter in die Hand genommen und gingen, auch verdient, in der 17. Minute, durch Fröhlicher, auf Pass von Zanatta und Chiriaev 1:0 in Führung. Als Schiedsrichter Erard, Remo Hirt, unberechtigterweise für eine weitere Strafe anzählte, gelang den Gästen in Ueberzahl, völlig überraschend, durch Andersons, der Ausgleich zum 1:1. Das dies dann schon so etwas wie das Gamewinning-Goal für die Gäste bedeutete, hat sicher kein Oltner im Stadion geglaubt.

Ab dem 2. Drittel kam ein anderer EHCO auf’s Eis. Warum- wissen die Götter. Die schnörkellos und geradlinig anstürmenden Gästespieler, konnten in der 25. und 31. Minute, durch Neher und den Topskorer Descheneau, bereits 3:1 in Führung gehen. Olten spielte viel zu umständlich, um noch etwas Zählbares zu kreiren. Das Schlussdrittel glich mehrheitlich dem Mitteldrittel. Nach 50 Spielminuten erzielte Arnold die 4:1 Führung für die Thurgauer. Ab dann glaubte niemand mehr an einen Sieg der zunehmend schwächer spielenden Powermäuse. Die Strafenflut, nach einer Schlägerei in der 56 Minute, brachte nochmals Stimmung in die Halle. Für Resultatkosmetik zu Gunsten der Oltner, zum 2:4 Schlussresultat, sorgte in der letzten Spielminute noch McClement, auf Pass von Ihnacak und Muller.

Olten – Thurgau 2:4 (1:1, 0:2, 1:1)

4837 Zuschauer. – SR Erard/Wirth, Wermeille/Wolf.

Tore: 17. Fröhlicher (Zanatta, Schirjajew) 1:0; 19. (18:38) Andersons (Seiler, Neher) 1:1; 25. Neher (Spiller) 1:2; 31. Descheneau (Andersons) 1:3; 51. Arnold (Parati, Seiler) 1:4; 60. (59:18) McClement (Ihnacak, Muller/Ausschlüsse Brunner, Spiller) 2:4.


Thurgau – Olten 4:6 (3:1, 1:4, 0:1)
Güttingersreuti, Weinfelden. – 1390 Zuschauer. – SR: Potocan/Wirth (Schüpbach/Wolf). – Tore: 12. Moser (Bahar) 1:0; 17. Parati (Brunner) 2:0; 18. Ulmer (Sharp) 2:1; 20. (19:49) Braes (Neher; Ausschluss Bagnoud) 3:1; 21. (20:21) Sharp (Grieder, Rouiller) 3:2; 22. Bagnoud (Aeschlimann) 3:3; 23. Braes (Descheneau, Andersons) 4:3; 26. Ulmer (Horansky) 4:4; 28. Haas (Wyss; Ausschluss Zanzi) 4:5; 44. Wyss (Haas, Schirjajew; Ausschlüsse Descheneau, Andersons) 4:6. – Strafen: 4-mal 2 plus 5 Minuten plus Spieldauer-Disziplinarstrafe (Andersons) gegen Thurgau. 5-mal 2 Minuten gegen Olten.