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OLTEN TUT ES THURGAU GLEICH

Über das Spiel vom Sonntag titelten wir noch: Zuerst top – dann wieder flop. Gestern war es genau umgekehrt: Zuerst flop – dann top!

Die Spielanteile im Startdrittel waren ziemlich ausgeglichen. Die entschlosseneren Gäste gingen aber bereits in der 7. Minute, durch Deschenau, mit einem Tor in Führung. Eine umstrittene Strafe, 20 Sekunden später, gegen Martin Ulmer, für «hoher Stock», ermöglichte den Gästen im Powerplay, die Führung auf zwei Tore auszubauen.

Im Mitteldrittel hatten die Powermäuse einen Zacken zugelegt. Jedoch war nur viel Aufwand aber kein Ertrag sichtbar. Die 0 zu 3 Führung der Thurgauer, durch Braes, liessen die Felle der Einheimischen in weite Ferne rücken. Aufgrund der Darbietung der Oltner Mannschaft, verliessen einige Fans, bereits in der zweiten Pause, das Stadion.

Vorentscheidend im letzten Drittel des Spiels war die Zweiminutenstrafe in der 50. Minute, gegen Thurgaus Brunner. Bereits nach sieben Sekunden konnte Sharp McGregor, auf Zuspiel von Silvan Wyss und Stefan Mäder, das viel umjubelte, erste Oltner Tor erzielen. Unter dem Motto, «Wie du mir, so ich dir», haben die Einheimischen unter Anfeuerung der eigenen Fans, eine Aufholjagt lanciert; die mit Toren in der Minuten 55.49 und 57.11 durch Stanislav Horansky, zum hochverdienten Ausgleich, zum 3 zu 3, führte.

Eigentlich hätte sich die Eisreinigung, für die anstehende Verlängerung fast erübrigt. Fiel doch der frenetisch gefeierte Siegestreffer für die Powermäuse bereits nach Sekunden der Overtime.

Was in der zweiten Drittelspause niemand mehr geglaubt hätte, wurde doch noch Tatsache. Dementsprechend feierten die Oltner bis weit nach Spielschluss.

Olten – Thurgau 4:3 n.V. (0:2, 0:1, 3:0, 1:0)

Kleinholz. – 4098 Zuschauer. – SR Kämpfer/Urban (Wermeille/Wolf). – Tore: 7. (6:19) Descheneau (Braes) 0:1; 7. (6:46) Braes (Spiller, Küng) 0:2; 33. Braes (Parati, Descheneau) 0:3; 51. Sharp (Mäder) 1:3; 56. Wyss (Haas) 2:3; 58. Horansky (Zanatta) 3:3; 61. (60:14) Schirjajew (Wyss, Haas) 4:3. – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Olten. 5-mal 2 Minuten gegen Thurgau.

ZUERST TOP – DANN WIEDER FLOP

Letzten Freitag wurden die Powermäuse ihrem Namen wieder einmal gerecht. 12 zu 6 Schüsse aufs Tor des Gegners: Die Oltner machten Druck. Einzig die Tore wollten nicht – noch nicht – fallen. In der 31. Spielminute kam dann das, was bei diesem aufsässigen und druckvollen Spiel der Oltner kommen musste. Remo Hirt konnte auf Zuspiel von Geburtstagskind Jay McClement und Silvan Wyss endlich das lang erwartende Tor zur 1 zu 0 Führung bewerkstelligen. Stanislav Horansky, auf Zuspiel von Stefan Mäder und Devin Muller, waren fünf Minuten später, für das 2 zu 0 verantwortlich. Die Gäste aus der Ostschweiz hatten im Mitteldrittel, vor allem mittels einiger Konter, ihre besten Möglichkeiten, die aber durch ein gut disponierter Matthias Mischler, im Tor der Einheimischen, alle zu Nichte gemacht wurden.

Ein Doppelschlag, in der 50. Minute des Schlussdrittels, der wieder zunehmend powernden Powermäuse, zum 4 zu 0, durch Evgeni Chiriaev und Anthony Rouiller, liessen keine Zweifel mehr über den Ausgang des Spiels zu. Etwas Resultatkosmetik lies der spätere Sieger Olten, den Gästen mit dem Tor zum 4 zu 1, durch Jaedon Descheneau, zum Schluss (Minute 55) doch noch zu.

Ein so engagiertes Spiel der Powermäuse haben wir im Kleinholz schon lange nicht mehr gesehen. Es passte wirklich alles zusammen.

Olten – Thurgau 4:1 (0:0, 2:0, 2:1)
5011 Zuschauer. – SR Erard/Potocan, Gurtner/Wermeille. – Tore: 31. Hirt (McClement, Wyss) 1:0; 36. Horansky (Mäder) 2:0; 50. Schirjajew (Haas, Lüthi) 3:0; 50. Rouiller 4:0; 50. Descheneau (Spiller) 4:1. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Olten, 3-mal 2 Minuten gegen Thurgau.

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Auch sonntags dachten alle, dass das Spiel nach dem 2 zu 5 für die Oltner beim HC Thurgau entschieden sei. War es ja schliesslich bereits die 52. Minute, als Sharp zum Dreitorevorsprung einnetzte. Was danach passierte, können sich die Spieler wohl selber nicht erklären. Innerhalb von 85 Sekunden glichen die Thurgauer zum 5 zu 5 aus und gewannen das vierte Spiel dieser Playoff-Runde in der Verlängerung.

Thurgau – Olten 6:5 (0:1, 2:1, 3:3, 1:0) n.V.
Weinfelden. – 1684 Zuschauer. – SR Erard/Wirth, Wermeille, Wolf. – Tore: 12. Bucher (Haas, Wyss) 0:1; 21. Descheneau (Andersons) 1:1; 22. Haas (Wyss) 1:2; 40. Arnold (Neher) 2:2; 42. Wyss (Haas, Schirjajew) 2:3; 49. Mäder (Rexha, Muller) 2:4; 52. Sharp (Ulmer, Rouiller) 2:5; 57. Spiller (Descheneau, Braes) 3:5; 58. Parati 4:5; 58. Spiller (Descheneau) 5:5; 69. Arnold (Loosli) 6:5. – Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Thurgau, 5-mal 2 Minuten gegen Olten.

EIN GEMISCHTES BILD

Ganz überzeugen konnten sie nicht – haben schlussendlich aber im Penaltyschiessen gewonnen. Die Powermäuse scheinen die Konstante noch nicht gefunden zu haben. Aufgeben kam aber nicht in Frage. Somit können in Olten, zwei weitere, wichtige Punkte verbucht werden.

Bereits zwei Tage nach der knappen Niederlage, gegen die Lakers aus Rapperswil, stand für die Oltner das nächste Spiel auf dem Programm. Dieses Mal waren die Bienen aus La Chaux-de-Fonds zu Gast. Sofort, nach dem Puckeinwurf, spielten die Einheimischen nach vorne. Die Neuenburger reisten aber nicht kampflos an. So war von Beginn an Power in der Partie. Nach drei Minuten und 36 Sekunden konnten die Einheimischen das erste Mal jubeln. Brian Ihnacak, traf auf Zuspiel von Haas und Muller, zum 1 zu 0.

In den letzten beiden Partien hat dieselbe Sturmlinie, sechs Tore erzielt – Der Beweis, dass die Neuzüge Ihnacak und Haas keine Fehlbesetzungen sind. Die Partie gegen die Neuenburger war in mehrfacher Hinsicht delikat: Chaux-de-Fonds war vor der Partie in der Tabelle nur sieben Punkte hinter Olten und konnte den Powermäusen mit einem Sieg gefährlich nahe kommen. Sieben, der letzten neun Partien, haben die Neuenburger für sich entschieden.

In den ersten zehn Spielminuten hatten beide Teams eine 2-Minuten-Strafe zu verbüssen. Die Powerplays konnten die Mannschaften jedoch nicht zu ihren Gunsten nutzen. Bis zur 18 Minute waren Chancen auf beiden Seiten zu verzeichnen. Die Torwarte machten ihren Job aber gut und konnten von den Gegenspielern nicht bezwungen werden. In der 19 Minute musste sich die Nummer 36 von Chaux-de-Fonds, David Stämpfli, für zwei plus zwei Minuten (Stockschlag) auf die Strafbank begeben. Doch bis zur ersten Pause vermochten die Oltner auch diese Überzahl nicht ausnutzen.

Nach der Pause hatten die Oltner noch zwei Minuten und 41 Sekunden die Möglichkeit, sich im Powerplay zu beweisen. Die knapp drei Minuten verstrichen aber ohne nennenswerte Aktion und so stand es noch immer, 1 zu 0. 14 Minuten und 10 Sekunden waren im Mitteldrittel gespielt, als die Nummer 63 der Gäste, Dan Weisskopf, Torhüter Rytz, unglücklich aus der Distanz erwischte. Neuer Spielstand: 1 zu 1. Wie schon im ersten Drittel, war danach nicht mehr all zu viel los. Den Zuschauern ist es aber wohl nicht entgangen, dass Rytz’ Dienste, das eine oder andere Mal von Nöten waren. Ein paar Minuten vor der zweiten Pause konnte man meinen, die Oltner seien wieder am Drücken. Doch als gerade noch zehn Sekunden zu spielen waren, musste Rytz wieder hinter sich greifen. Dominic Forget erzielte das 1 zu 2.

Auch im dritten Drittel feuerte die Südkurve die Oltner lautstark an. Mit 3011 Besuchern hatte es weniger Zuschauer, als noch gegen Langenthal und Rapperswil. Dies ist sicher auch dem Umstand eines Dienstagspiels zuzuschreiben. Auf dem Eis nichts neues – ein Hin und Her – was die Partie ziemlich offen lies. Nach zwei Minuten und 38 Sekunden im Schlussdrittel, musste wieder ein Neuenburger auf der Strafbank Platz nehmen. Die Nummer 19, Patrick Zubler, hatte eine Strafe wegen Hakens zu verbüssen. Dies wäre für die Einheimischen eigentlich die Gelegenheit gewesen, die Partie wieder auszugleichen. Doch auch nach gut 45 gespielten Minuten, stand es immer noch 1 zu 2.

Immer wieder hatten beide Teams gute Chancen, um ein Tor zu erzielen. Langweilig war es nicht. Noch vier Minuten un sechs Sekunden waren zu spielen, als die Oltner sich noch einmal in Überzahl versuchen konnten. Die Nummer 71 von La Chaux-de-Fonds, Vincenzo Küng, hat den Puck aus dem Spielfeld befördert. Und siehe da: In der 58. Minute war das Powerplay erfolgreich. Jay Mc Clement trifft auf Pass von Muller und Haas zum 2 zu 2 Ausgleich. Und gleich noch einmal: Ein Neuenburger auf die Bank. Dieses Mal traf es die Nummer 36, David Stämpfli, wiederum wegen Puck aus dem Spielfeld. Noch im Powerplay von Olten entwischte die Nummer 23 von Chaux-de-Fonds, Daniel Carbis, und wurde von Jay Mc Clement von den Beinen geholt – Penalty! Carbis mochte Rytz aber nicht überlisten. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit war es der Oltner, Devin Muller, welcher mit einem satten Schuss fast für die Entscheidung gesorgt hätte. Aber auch der Neuenburger Torwart, Tim Wolf, lies sich nicht bezwingen. Somit kam es zur Verlängerung.

Auch in der Verlängerung – ein Hin und Her beider Seiten. Dann, kurz vor Schluss, genau eine Minute und 06 Sekunden vor dem Penaltyschiessen, musste Arnaud Jaquet, die Nummer 58 von Chaux-de-Fonds, wegen Beinstellen auf die Strafbank. Bengt-Åke Gustafsson nahm sogleich ein Time-Out. Die Spieler konnten den Spielplan aber nicht wie gewünscht umsetzen, so dass es zum Penaltyschiessen kam.

Penaltyschiessen

Oltens Topscorer, Martin Ulmer, eröffnete das Penaltyschiessen – Er traf. Auch bei La Chaux-de-Fonds begann der Topscorer – Dominic Forget traf ebenfalls. Ihnacak, der zweite Schütze Oltens, vergab. Als Zweiter für La Chaux-de-Fonds, nahm Sterchi Anlauf. Auch er vergab – weit neben das Tor. Muller, als nächstes für die Oltner – Wolf hält. Burkhalter für die Neuenburger: Er verzögerte. Rytz lässt sich nicht beirren und hält. Chiriaev für Olten – Tor. Als weiterer Schütze für La Chaux-de-Fonds: Schwarzenbach. Trotz Pfeiffkonzert behielt er die Nerven und bezwang Torhüter Rytz. Mc Clement, der Nächste – Tor! Jetzt noch die Neuenburger.  McPherson, die Nummer 93 – Kein Tor! Somit geht der Sieg im Penaltyschiessen an den EHC Olten.

Der Mini-Sieg brachte die Oltner, dem ersten Saisonziel, einen kleinen Schritt näher – nämlich dem Heimrecht in den Playoff-Viertelfinals. Die volle Punktzahl wurde nicht eingefahren – Ein Sieg ist aber ein Sieg.

Olten – La Chaux-de-Fonds 3:2 (1:0, 0:2, 1:0; 0:0) n.P.
Kleinholz. – 3011 Zuschauer. – SR: Staudenmann / Weber (Dreyfus / Wermeille). – Tore: 4. Ihnacak (Haas, Muller) 1:0; 26. Weisskopf 1:1; 40. Forget (Weisskopf) 1:2; 58. Mc Clement (Ihnacak, Haas) 2:2. – Penaltyschiessen: Ulmer 1:0; Forget 1:1; Ihnacak -; Sterchi -; Muller -; Burkhalter -; Chiriaev 2:1; Schwarzenbach 2:2; Mc Clement 3:2; McPherson -. Strafen: 1-mal 2  Minuten gegen Olten. 7-mal 2 Minuten gegen La Chaux-de-Fonds.